Auf dieser au├čergew├Âhnlichen Tour begeben Sie sich auf die Spuren der Siedler. Durch die Bundesstaaten Colorado, South Dakota, Nebraska und Wyoming zogen sie nach Westen. Viele aber blieben in diesen Regionen, da es wundersch├Ânes Farmland war und noch immer ist. Mit den Siedlern kamen auch die Outlaws und noch heute sieht man vielen St├Ądten ihre Gr├╝ndung zur Zeit des "Wilden Westens" an. 

Viele gro├če und bekannte Indianerst├Ąmme hatten hier ihre Heimat, vor allem die Sioux, die Lakota, die Oglala, aber auch die Chayenne und Arapaho. Gerade in diesen Bundesstaaten kam es zu den gr├Â├čten Auseinandersetzungen zwischen den Ureinwohnern, den Siedlern und der amerikanischen Armee. Bekannt ist die Schalcht am "Little Big Horn", wo am 25. Juni 1876 fast die gesamte 7. US-Kavallerie unter General Custer von den vereinten St├Ąmmen der Sioux vernichtet wurde. Sitting Bull und Crazy Horse waren deren Anf├╝hrer. Eben diesem Crazy Horse zeigt das Crazy Horse Memorial in South Dakota. Es war der letzte Sieg der Indianer und damit gleichzeitig das Ende der Lebensweise der Ureinwohner, wie sie es gewohnt waren.

Heute hat sich vieles ge├Ąndert, auch zum Positiven. Die gro├čen B├╝ffelherden, die hier einst grasten und fast ausgerottet wurden, bev├Âlkern wieder die Pr├Ąrie, herrliche Nationalparks gilt es zu besuchen und nat├╝rlich ist das Mount Rushmore National Memorial in den Black Hills ein H├Âhepunkt dieser Tour. Aber vor allem sind es die Strassen, die die Biker anziehen. Wir haben einige fantastische Scenic Byways in die Route eingebaut und selbstverst├Ąndlich sind die Rocky Mountains ein Highlight f├╝r alle Biker.

Diese Tour ist sicher eine der sch├Ânsten und au├čergew├Âhnlichsten, die man in den USA unternehmen kann. Sie werden begeistert sein.

Tag 1 Denver

Anreise nach Denver. Fl├╝ge in die Hauptstadt von Colorado gibt es t├Ąglich ab ├ľsterreich mit einmal umsteigen. N├Ąchtigung in Denver.

Tag 2 Denver

├ťbernahme des Bike┬┤s in Denver und zum Eingew├Âhnen eine kleine Runde hinein in die Rocky Mountains. Rund um Denver gibt es einige sch├Âne State Parks, in denen Sie schon einen Vorgeschmack auf die kommenden Tage bekommen. Viele Kurven, beindruckende Landschaften und Begegnungen mit Bisons. 

N├Ąchtigung in Denver

Tag 3 Denver - Chayenne 311 km

Ihre Tour beginnt heute. Von Denver geht es ostw├Ąrts hinein in die Rocky Mountains. Nach 55 km erreicht man Black Hawk, einer Kleinstadt auf knapp 2500m Seeh├Âhe. Diese ehemalige Goldgr├Ąberstadt ist Ausgangspunkt des Peak to Peak Scenic and Historic Byways. Dieser f├╝hrt 100 km an der Front Range, dem Vorgebirge der Rocky┬┤s, entlang. Immer wieder hat man traumhafte Ausblicke auf die Kontinentalscheide, die entlang der Rocky Mountains verl├Ąuft. Entlang der Strecke liegen viele Sehensw├╝rdigkeiten, wie der Rocky Mountain National Park, der Golden Gate Canyon State Park, Arapaho und Roosevelt National Forests und die Indian Peaks Wilderness Area. Immer wieder queren Schotterstra├čen den Byway, die zu Seen im Hochland und Geisterst├Ądten wie Hesse und Apex f├╝hren. 

In Estes Park endet diese wundersch├Âne Stra├če. Nun geht es wieder aus den Rocky' s hinaus und nach Fort Collins und dann weiter bis nach Chayenne. Kurz vor der Stadt ├╝berqueren Sie die Grenze zu Wyoming. Chayenne, das heutige Etappenziel, verspr├╝ht noch immer den Hauch vom Wilden Westen. Da diese Stadt so viel zu bieten hat, m├╝ssen Sie unbedingt 2 N├Ąchte einplanen.

Tag 4 Chayenne 

Nach einem ausgiebigen Fr├╝hst├╝ck beginnen Sie mit der Entdeckungsreise in und um Chayenne. Die Hauptstadt von Wyoming verdankt ihr Enstehen der Eisenbahn.  Hier gibt es keine Wolkenkratzer und bei einem Bummel durch die Altstadt ist man beeindruckt von der zum Teil skurillen Architektur der, durch die Eisenbahn reich gewordenen Einwohner. Ein unbedingtes Muss ist das Depot Museum. Hier kann man die Geschichte des Eisenbahnbaus in den sp├Ąten Jahren des 19. Jh. nachvollziehen.

Wer auf Westernstiefel, Jeans und Cowboy - Accesoires steht, sollte danach bei "The Wrangler" vorbeischauen. Vieles gibt es noch in der Stadt zu sehen, aber dann sollte man raus und die Umgebung erkunden. Zun├Ąchst sollte man zum AMES MONUMENT fahren, eine 18m hohe Steinpyramide. Sie wurde auf dem h├Âchsten Punkt der ersten transkontinentalen Eisenbahnlinie errichtet und war f├╝r Passagiere sichtbar, die ├╝ber die Grenze rollten. Der absolute H├Âhepunkt des Tages aber ist der Besuch der Terry Bison Ranch. Auf dieser 27.500 m2 gro├čen Ranch leben ca. 2500 Bisons. Ein speziell angefertigter Zug f├╝hrt ├╝ber das riesige Gel├Ąnde und man f├Ąhrt mitten durch die Herden. Diese sind das Geschehen gew├Âhnt und man kann sie vom Zug aus f├╝ttern. Auch sonst wird auf dieser Ranch sehr viel geboten.

Am Abend gibt es dann echtes Western - Feeling in der Outlaw Bar, einem riesigen Saloon mit Live - Musik.

Tag 5 Chayenne - Custer 433 km

Nach diesem Tag voller interessanter Besichtigungen ist es wieder an der Zeit weiterzufahren. Es geht weiter nordw├Ąrts. Die Strecke f├╝hrt durch alte Westernst├Ądte, wie La Grange. Kurz danach ├╝berquert man die Grenze zu Nebraska. Nach 100 km erreicht man das Scotts Bluff National Monument. Der 300 m hohe Felsen war ein wichtiger Orientierungspunkt f├╝r die Siedler auf dem Weg nach Westen. Allein zwischen 1843 und 1869 kamen 250.000 Auswanderer hier vorbei.

Durch die Pr├Ąrie, wie man Sie aus den Wildwest Filmen kennt, fahren Sie bis nach Harrison. Auch diese Kleinstadt hat sich noch seinen Western - Charakter bewahrt. Saloons und kleine Gesch├Ąfte findet man ├╝ber das ganze Stadtgebiet verteilt. Ein Besuch wert ist das "Sioux County Historical Museum". Aber mehr als ein kurzer Stopp muss nicht sein. 

Bald darauf kommt man an die Grenze zu South Dakota und erreicht kurz danach Edgemont. Diese entz├╝ckende Stadt liegt am s├╝dwestlichen Rand der Black Hills. Von hier sind es noch knapp 70 km bis zum Tagesziel Custer, dem Tor zu den Black Hills mit seinen vielen Attraktionen.

Tag 6 Custer - Rapid City 150 km

Der heutige Tag ist einer der sch├Ânsten Tage der Tour. Ein Highlight um das andere. Als erstes besuchen Sie das nur 11 km entfernte Crazy Hose Memorial. Dieses, auch bei den Sioux umstrittene Denkmal, soll einst den Oglala-Lakota H├Ąuptling Crazy Horse auf seinem Pferd sitzend, zeigen. Bisher ist lediglich das Gesicht fertiggestellt. Wenn es einst fertig ist, man sch├Ątzt in 100 Jahren, soll das Monument 195 m lang und 172 m hoch sein. 

Von Crazy Horse Memorial sind es etwa 20 km bis zum Eingang des Custer State Parks. Dieser Park wurde als Wildtier - Reservat gegr├╝ndet. Heute leben hier 1.500 Bisons, gro├če Herden von Wapitis, Gabelb├Âcke, aber auch Biber, Kojoten und vor allem Esel. Diese sind die wahren Lieblinge der Parkbesucher. Im Herzen des Parks erwartet Sie die 30km lange Wild Life Loop Road. Wie der Name verr├Ąt, dient diese Stra├če eindeutig zur Beobachtung der Tierwelt. Du wirst nicht entt├Ąuscht: Wie auf einer afrikanischen Safari schl├Ąngelt sich die Route durch kiefernbedeckte H├╝gel und gras├╝bers├Ąte Pr├Ąrien, auf der Suche nach Tieren. Die Chance auf Rehwild, Antilopen oder Truth├Ąhne zu treffen, ist dabei extrem hoch. Das Highlight auf der Wildlife Loop Road sind aber die gro├čen B├╝ffelherden.

Am Ende des Parks, beim Willkommens-Schild des Custer State Parks, biegt man ab auf die 16A, die Iron Mountain Road, der Traum jedes Bikers. Diese Stra├če ist ein Kunstwerk f├╝r sich. Auf 27 km verbindet diese Panoramastra├če den Custer Park mit dem Mount Rushmore Memorial. Ber├╝hmt ist die Stra├če f├╝r ihre ÔÇ×Pigtail BridgesÔÇť, quasi Korkenzieherkurven mit integrierten Br├╝cken aus Holz. Auf dieser Route ist eindeutig der Weg das Ziel, weshalb du es ruhig angehen lassen solltest. Zahlreiche Aussichtspunkte in die wundersch├Âne Landschaft fordern dich zum Stopp heraus, und immer wieder blitzen die vier steinernen Pr├Ąsidentenk├Âpfe von Mount Rushmore durch die B├Ąume. Auf dem Weg zum Mount Rushmore warten insgesamt 314 Kurven und drei einspurige Tunnel auf Sie.

Am Ende der Stra├če erwartet Sie dann ein H├Âhepunkt dieser Tour, das Mount Rushmore National Memorial. Mount Rushmore ist mehr als nur ein gigantisches Kunstwerk in South Dakota, USA. Es ist ein Symbol der Pr├Ąsidentschaft und ein Denkmal f├╝r vier der gr├Â├čten Pr├Ąsidenten Amerikas: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Ihre Entstehung war ein gigantischer Kraftakt, der fast 14 Jahre dauerte. Die vier Pr├Ąsidenten wurden ausgew├Ąhlt, weil sie f├╝r wichtige Phasen in der Geschichte der USA stehen. Mit ihren 18 Meter hohen Gesichtern ist dieses Denkmal ein beeindruckender Anblick.

Steht man vor diesem ikonischen Denkmal ist man einfach nur beeindruckt. Viele denken auch an den Klassiker von Alfred Hitchkock "Der unsichtbare Dritte", als Cary Grant und Eve Kendall auf den Pr├Ąsidentenk├Âpfen herumklettern. Aber nat├╝rlich kann man viel mehr unternehmen, als einfach nur die K├Âpfe zu betrachten. Der Presidential Trail f├╝hrt auf einem Kilometer ├╝ber 422 Stufen ganz nah an die Skulpturen ran. 

Vom Mount Rushmore sind es dann noch 35 km bis nach Rapid City, der "Stadt der schnellen Wasser", dem Ende dieser traumhaften Etappe.

Tag 7 Rapid City 

Am heutigen Ruhetag steht eine ausf├╝hrliche Besichtigung von Rapid City und Umgebung an. Die Stadt wird auch die "Stadt der Pr├Ąsidenten" genannt. Im Stadtzentrum sind  die Bronzestatuen von 44 der bislang 46 US-Pr├Ąsidenten in Lebensgr├Â├če an den Kreuzungen entlang der Main Street und der Saint Joseph Street (zwischen der 4th und der 9th Street) zu besichtigen. Auch die Kulinarik wird in der Stadt gro├č geschrieben. Viele Speiselokale und Weinbars zeugen davon.

Der Dinosaur Park, wo auf dem H├╝gel, der die Stadt teilt, sieben lebensgro├če Betonnachbildungen monstr├Âser Reptilien thronen, ist eine weitere Attraktion der Stadt. Die Stra├če entlang des Skyline Drive zum Park bietet einen malerischen ├ťberblick ├╝ber die Stadt und die umliegenden Gebiete.

Von hier geht es 15 km in den S├╝den, hinein in die Black Hills. Hier befindet sich das Bear Country, wo Besucher mit dem Auto durch den 200 Hektar gro├čen Park fahren und Schwarzb├Ąren, Elche, Bergl├Âwen, Rentiere, Wald- und Polarw├Âlfe, Dickhornschafe und Bisons beobachten k├Ânnen. Ein besonderes Highlight dieses Parks ist das Babyland,  wo man den Nachwuchs beim Spielen zusehen kann. Vor allem die jungen Grizzly bezaubern mit ihren Spielen.

Bei der R├╝ckfahrt in die Stadt kommt man am Reptile Gardens ganz andere Arten. Erst k├╝rzlich zum gr├Â├čten Reptilienzoo der Welt gek├╝rt (steht auch im Guiness-Buch der Rekorde). Der Sky Dome verf├╝gt ├╝ber einen begehbaren Indoor-Dschungel mit Eidechsen, harmlosen Schlangen und tropischen V├Âgeln sowie Orchideen und tropischen Pflanzen. Zur Unterhaltung geh├Âren Alligator-, Vogel- und Schlangenshows. Eines ihrer beliebtesten Reptilien ist ein 1.200 Pfund schweres Krokodil aus Australien namens Maniac.

MEIN TIPP f├╝r das Abendessen:  Tallys Silver Spoon, ein wirklich gutes Lokal, mit hervorragender K├╝che und einer gut best├╝ckten Weinkarte.

Tag 8   Rapid City - Badlands Nationalpark 105 km

Heute verlassen Sie Rapid City in Richtung Osten. Sie nehmen die Interstate 90, den zun├Ąchst geht es durch Farmland, ohne gro├če Highlights. Nach einer Stunde erreichen Sie Wall, eine kleine Stadt, aber mit einer amerikanischen Institution, dem Wall Drug Store. Seit 1931 hat sich Wall Drug zu einem 76.000 Quadratmeter gro├čen Wunderland mit kostenlosen Attraktionen entwickelt, darunter das Western Art Gallery Restaurant mit 520 Sitzpl├Ątzen. Hier gibt es kostenlose Attraktionen. Unterhaltung, Essen, 5-Cent-Kaffee, Shopping, der Big Back Yard, ein einzigartiges Bergbauerlebnis, eine Traveler's Chapel und nat├╝rlich kostenloses Eiswasser. 

Von Wall nehmen Sie den Highway 240 und fahren entlang des Badlands Loop Scenic Byway nach S├╝den in den Badlands National Park . Dabei fahren Sie von West nach Ost durch einige der beeindruckendsten Pr├Ąrielandschaften und Canyons des Landes. Halten Sie w├Ąhrend der Fahrt Ausschau nach Bisons, Gabelb├Âcken, Hirschen, Adlern, Pr├Ąriehunden und Falken und halten Sie jedes Mal an, wenn ein Schild mit der Aufschrift ÔÇ×Scenic OverlookÔÇť steht. 

Der Park ist nie zu voll und Sie k├Ânnen Stunden damit verbringen, in relativer Ruhe und Stille die Aussicht um Sie herum zu bewundern. Bleiben Sie beim Abendprogramm, normalerweise gegen 21 Uhr, wo Kinder Smokey den B├Ąren treffen, Sterne beobachten und erfahren k├Ânnen, wie der Park entstanden ist. Die Parkeintrittsgeb├╝hren sind sieben Tage lang g├╝ltig: 30 $ pro Fahrzeug, 25 $ f├╝r Motorr├Ąder, 15 $ f├╝r Wanderer und Radfahrer oder 55 $ f├╝r eine Jahreskarte. ├ťbernachten Sie in den Frontier Cabins, direkt an der I-90 auf dem Weg in den Badlands-Nationalpark .

Tag 9   Badlands National Park - Deadwood  190 km

Von den Badlands fahren Sie zur├╝ck nach Wall und auf die I-90. Vorbei an Rapid City bis zur Ausfahrt 37. Von hier f├╝hrt die Pleasant Road bis zum Fort Meade Way.  Nach 16 Kilometern sind Sie dann beim Bear Bute State Park angelangt.  Der Bear Butte State Park gilt als heilige St├Ątte der Lakota und als einzigartiges Naturdenkmal in den Black Hills. Vom 1350 m hohen Bear Butte kann man an sch├Ânen Tagen 4 Bundesstaaten ├╝berblicken. Der Park ist ein Muss f├╝r alle Naturliebhaber und f├╝r Menschen die sich f├╝r die Tradition der Indianer interessieren. 

Vom Bear Bute State Park geht es zun├Ąchst nach Sturgis, einer kleinen, eher unbedeutenden Stadt. Ber├╝hmt aber f├╝r die Sturgis Motorcycle Rallye im August. Dazu aber ein eigener Beitrag. 

Kurz darauf ist man in Deadwood, der Stadt der Outlaws. Zur Zeit des Goldrauschs im 19. Jh. gegr├╝ndet, gab es hier nur eine Regel. "Keine Regel, kein Bedauern". Hier war einst der wildeste Teil des Wilden Westens. Ber├╝hmte Outlaws,  wie Wild Bill Hicock oder Calamity Jane trieben hier ihr Unwesen.

Besuchen Sie zuerst das Besucherzentrum. Hier bekommen Sie alle Infos ├╝ber Deadwood. Mit den n├Âtigen Unterlagen ausgestattet starten Sie Ihre Entdeckungsreise mit dem Saloon No.10. Hier wurde am 2.8.1876 Wild Bill Hicock beim Pokern von hinten erschossen. Sein Blatt, dass er damals in H├Ąnden hielt - eine Pik-Acht und eine Kreus-Ass, sowie eine Pik-Ass und einen Kreuz-Acht - wird heute noch als "Dead Man┬┤s Hand" bezeichnet. T├Ąglich um 13, 15, 17 und 19 Uhr wird diese Szene nachgespielt.

Schlendern Sie durch die Stadt, Sie werden auf Schritt und Tritt den Geist des Wilden Westens sp├╝ren. Ihr Abendessen k├Ânnen Sie in einem der zahlreichen Lokale der Stadt zu sich nehmen und anschlie├čend gibt es Live-Musik im Saloon #10 oder Sie gehen zur Deadwood Tabacco Company, dem einzigen Ort in der Stadt, wo das Rauchen von Zigarren sowohl erlaubt als auch erw├╝nscht ist

Tag10   Deadwood 

Nach einem Fr├╝hst├╝ck in einem der vielen Cafe┬┤s beginnen Sie Ihren Tag mit einem der legend├Ąrsten Einwohner der Stadt. Seth Bullock war Deadwoods erster Sheriff, ein Mann, der f├╝r Recht und Ordnung im H├Âllenlager sorgte. Er hat nie einen Mann get├Âtet. Das war nicht n├Âtig, da er, wie sein Enkel sp├Ąter sagte, ÔÇ×eine verr├╝ckte Kobra oder einen abtr├╝nnigen Elefanten ├╝berholenÔÇť konnte. Im weiteren Verlauf seiner Karriere baute Bullock das erste Hotel in Deadwood. Bullock war ein enger Freund von Pr├Ąsident Roosevelt und nach dessen Tod lie├č er den das Rossevelt-Memorial errichten.

Der n├Ąchste Punkt der Besichtigung ist der Mount Moriah Friedhof. Hier sind nebeneinander Wild Bill Hicock und Calamity Jane begraben. Weiter oben ist die letzte Ruhest├Ątte von Sheriff Bullock. Der Grund f├╝r die Lager seines Grabes war, dass er immer einen Blick auf den Mount Roosevelt auf der anderen Seite der Schlucht habe.

Ber├╝hmt ist Deadwood auch f├╝r seine k├Âstlichen Pralinen. Diese werden in Chubby Chipmunk in echter Handarbeit gemacht. Ebenso bekannt sind die zahlreichen Musik-Festivals, wie die Wild Bill Days, dem Wild West Songwriters Festival und die zahlreichen Spa┬┤s. Auch in einem der zahlreichen Casino┬┤s kann man sein Gl├╝ck versuchen. Man sieht, Deadwood ist wirklich wert, einen Stopp enzulegen.

Tag 11   Deadwood - Douglas 377 km

Sie verlassen Deadwood in Westen und fahren biegen bei Chayenne Crossing nach Norden ab. Hier beginnt der Spearfish Canyon Scenic Byway. Auf 35 km werden Sie immer wieder von wundersch├Ânen Ausblicken ├╝berrascht. Die Fahrt ist f├╝r jeden Biker ein Traum. Amn├Ârdlichen Ende des Byways warten der atemberaubenden Bridal Veil Falls. Direkt neben der Stra├če fallen die Wassermassen ├╝ber eine 60m hohe Klippe. Am Endes des Byways kommen Sie nach Spearfish, Zeit f├╝r eine Rast.

Von Spearfish geht es noch ein St├╝ck auf der 85 nach Norden. Danach biegen Sie auf die 24 nach Westen ein und ├╝berqueren wieder die Grenze zu Wyoming. Bald kommen Sie zur n├Ąchsten Sehensw├╝rdigkeit Ihrer Tour, dem Devil┬┤s Tower. 366 m hoch ragt dieser "H├Ąrtling" ├╝ber den Belle Fourche River empor. Bis heute sind sich die Wissenschafter nicht einig, wie er entstand. Fest steht, dass er aus Magma besteht und ein Pfropfen eines Vulkans ist. Aber wie die Rillen enstanden, dar├╝ber streitet man noch. Auf jeden Fall ist dieser Turm beeindruckend.

Gilette, die n├Ąchste gr├Â├čere Stadt, wird auch die Energiehauptstadt der Nation genannt, weil 35 Prozent der Kohle des Landes in und um Gillette abgebaut werden. Die Gegend in der die Stadt liegt, zwischen den Black Hills und den Bighorn Mountains ist der perfekte Lebensraum f├╝r B├╝ffel, weshalb du nat├╝rlich eine der ├Ąltesten und gr├Â├čten B├╝ffelranches der Welt besuchen solltest, die Durham Buffalo Ranch. Sie liegt nur 35 Meilen (56 km) s├╝dlich von Gillette, in der N├Ąhe von Gillettes Nachbarstadt Wright.

Auf Ihrem Weg nach S├╝den kommen Sie nach Bill. Seinen Namen erhielt die Ansiedlung durch die Frau des Arztes. Als Ihr Mann hierher zog, fiel ihr auf, dass viele M├Ąnner der Gegend Bill hie├čen und damit war der Name gefunden. Im Gesch├Ąft des Ortes k├Ânnen Sie Mitglied im ans├Ąssigen Yachtclub werden. Dieser hat allerdings keine Boote, kein Wasser und keine kostspieligen Bootsunf├Ąlle gab, sondern nur H├╝te und T-Shirts, die an Touristen verkauft werden.

Das Ziel dieses Tages ist Douglas, einer geschichtstr├Ąchtigen Westernstadt. Zu besichtigen w├Ąre das interessante Eisenbahm Museum. Downtown Douglas ist der perfekte Ort, um den Tag ausklingen zu lassen. 

Tag 12   Douglas - Laramie 319  km

Es geht noch einmal in Richtung Westen bis nach Casper. Die Stadt mitten in Wyoming bietet eine unglaubliche Landschaft. ├ťberall in der Stadt sieht man die majest├Ątischen Berge und der spektakul├Ąre North Platte River flie├čt direkt durch Casper. Selbst das Stadtzentrum ist von einer idyllischen Sch├Ânheit, die so typisch f├╝r den Westen der USA ist. Auf dem Rasen vor den H├Ąusern der Einwohner grasen gem├Ąchlich Gabelb├Âcke, und sollte es einmal zu einem Stau kommen, ist die Ursache nicht etwa zu viel Verkehr, sondern wahrscheinlich ein Kitz, das gerade die Stra├če ├╝berquert.

Nach Casper biegen Sie dann auf die 487 ab und durch eine sch├Âne Pr├Ąrie Landschaft kommt man nach Medicine Bow, einer kleinen Stadt mit gro├čer Geschichte. Die Stadt hat wirklich viel zu bieten. Im Medicine Bow Museum kann man die Geschichte der Stadt erfahren. Etwas au├čerhalb, in Como Bluffs ist eine der gr├Â├čten und bekanntesten Fossillagerst├Ątten, die jemals entdeckt wurden. Sieben Meilen ├Âstlich von Medicine Bow steht das Como Bluff Museum Building, das vollst├Ąndig aus Dinosaurierknochen besteht und als ÔÇ×├Ąltestes Geb├Ąude AmerikasÔÇť bezeichnet wird

Bekannt ist auch das Virginian Hotel. Es verf├╝gt ├╝ber vier antike Suiten und 26 antike Zimmer mit individueller westlicher Pracht ÔÇô ein nationales historisches Wahrzeichen. F├╝r ÔÇ×The Historic Virginian HotelÔÇť ist die Zeit stehen geblieben ÔÇô es hat den Stil und die Atmosph├Ąre der Vergangenheit bewahrt und den weltber├╝hmten Ruf unserer Gastfreundschaft und Gastfreundschaft fortgef├╝hrt. Das Virginian Hotel wurde im Roman von Owen Wister ÔÇ×The VirginianÔÇť bekannt, dem ersten geschriebenen Westenroman.

Bis zum Tagesziel in Laramie, sind es noch 90 km. Die einzige Universit├Ąt in Wyoming ist in dieser Stadt, dementsprechend ist auch das Leben hier. Es gibt tolle Lokale und eine sch├Âne Innenstadt. Zu besuchen w├Ąre das Wyoming Territorial Prison State Historic Site, wo einst der ber├╝chtigte Gesetzlose Butch Cassidy festgehalten wurde.

Tag 13  Laramie - Denver 228 km

Genie├čen Sie Ihren letzten Tag dieser wundersch├Ânen und beeindruckenden Tour durch 4 Bundesstaaten.  Jeder dieser Bundesstaaten hat so viel an landschaftlich und kulturellen Sehensw├╝rdigkeiten zu bieten. Nach dieser Tour werden Sie die Zeit des Wilden Westens nachvollziehen k├Ânnen. Sie werden verstehen, warum die Ureinwohner dieses Land mit allen Mitteln verteidigt haben. Ein Land, dass so reich an allem ist, was diese V├Âlker zum Leben brauchten. Aber auch, warum viele Siedler auf dem Weg in den Westen, hier geblieben sind.

Von Laramie geht es nun in den S├╝den und zur├╝ck nach Colorado. Nach Livermore k├Ânnen Sie noch einen Abstecher in den Arapaho & Roosevelt National Forest machen. ├ťber Fort Collins geht es nun zur├╝ck nach Denver.

Tag 14  Denver

Heute endet Ihre Tour. R├╝ckgabe des Bikes und Heimflug oder Anschlu├čprogramm.