Vor der IPW 2023 in SAN ANTONIO nutzte ich die Gelegenheit, einen Roadtrip durch einen, mir damals noch relativ unbekannten, Teil der USA anschauen. Von DALLAS ging diese Mietwagenrundreise nach OKLAHOMA, weiter nach NEW MEXICO und zurück nach TEXAS. Es war eine wunderschöne Reise durch so verschiedene Landschaften aber auch tollen Begegnungen und vielen neuen Erkenntnissen. Ich genieße diese Raodtrips zusammen mit meiner Frau. Wir sind auf diesen Reisen immer bereit, die Route zu ändern oder irgendwo einen unvorhergesehenen Stopp einzubauen. Ganz wie es die Situation verlangt.
Thank you for reading this post, don't forget to subscribe!Dieser Reisebericht ist natürlich vollkommen subjektiv, wir haben die Reise nach unseren Vorstellungen gemacht. Natürlich auch bedingt, dass ich in relativ kurzer Zeit, viel sehen will. Daher soll er kein Maßstab für Ihren nächsten Roadtrip sein. Der Bericht soll nur aufzeigen, was man alles machen kann. Es werde auch immer wieder Tipps eingebaut sein, die für Sie nützlich sein können. Diese sind dann extra markiert. So, und nun geht es los.
Begleiten Sie uns auf diesem Raodtrip von Dallas,Texas nach Oklahoma, New Mexico und zurück nach San Antinio, Texas

Endlose Weite in Oklahoma. Hier sieht man, wer am Abend zu Besuch kommt
UNSERE TAGESETAPPEN

Mit einem A 380 nach Dallas
DIE ANREISE NACH DALLAS
Für unsere Anreise wählten wir die British Airways. Einerseits ist der Preis okay, die Flugzeiten gut und andererseits wollte ich wieder einmal mit einem A380 fliegen. Über den Flug von Wien nach London gibt es nichts zu berichten, außer dass nach einem Durchstart die üblichen Runden über Südenglang angesagt waren.
Der Flug nach Dallas
Pünktlich hob unsere Maschine von Heathrow ab und dann hatten wir langweilige 10 Stunden vor uns. Weder Zunächst war das Flugwetter schön, der Blick auuf Irland von oben war toll. Dann aber lag alles unter einer dichten Wolkendecke. Da auch das Entertainment - Programm sehr mangelhaft war, entschied ich mich zum Dösen. Erst als wir über doe Großen Seen flogen, öffnete sich der Himmel. Jetzt konnte ich die Sicht auf den Mittleren Westen - Illinois, Missouri ,Arkansas und Oklahoma - genießen. Pünktlich um 17.10 landete das Flugzeug in Dallas/Fort Worth.
Die Übernahme des Leihwagens
Nach einer sehr schnellen Einreise, ging es mit dem Shuttle zur Vermietstation von AVIS. Die Formalitäten waren schnell erledigt und wir gingen zur angesagten Reihe, wo wir uns einen SUV aussuchen sollten. Aber da war kein SUV weit und breit. Auf meine Frage, wo mein Auto sei, wurde versucht, mich mit dem Hinweis, es sei so viel los und ich soll mir ein kleineres Auto nehmen. Es wäre auch günstiger. Kam für mich nicht in Frage und als dann ein Chevrolet Traverse frisch gewaschen kam und ich diesen ansprach, bekam ich ein Upgrade auf diesen Wagen. TIPP: Nie abspeisen lassen, auf dem Gebuchten beharren. In 9 von 10 Fällen gibt es ein Upgrade.
Unser Hotel
Nachdem alles geklärt war, fuhren wir zu unserem Hotel, dem La Quinta Inn & Suites - Dallas Addison Galleria. TIPP: Auf meinTouren in den USA nächtige ich gerne in La Quinta´s, Comfort Inn´s und ähnlichem. Sie sind absolut okay, haben meistens ein Frühstück inkludiert und hervorragende Betten. Schnell das Zimmer bezogen, ein schnelles Abendessen in einem der vielen Lokale rundherum und ab ins Bett.
Landeanflug auf Dallas
Unser
Der Bus zur Vermietstation
Schöne und große Zimmer
Der Pool des La Quinta Addison Galleria
Dallas im Sonnenuntergang
Der erste Tag in Dallas
Nach einem typisch amerikanischen Frühstück, Bagel mit Cream-Cheese, geht es nach Downtown Dallas. Das erste Ziel von heute ist das Kennedy Memorial. Wir parken in der J.F. Kennedy Garage und von dort geht es zum Memorial. Es erinnert an das Attentat vom 22.11.1963. Na, ja. Gleich gegenüber ist die Founders Plaza, wo das erste Haus von Dallas steht, die Blockhütte von John Neely Bryan, dem Gründer von Dallas.
Von hier sind es nur wenige Schritte zum "6th Floor Museum". In diesem Museum, das im 6.Stock des Gebäudes ist, von dem aus Lee Harvey Oswald den Präsidenten erschoß. Es ist genau in dem Stockwerk, vom dem aus geschossen wurde.
Das Museum
Hier im 6. Stock der ehemaligen Buchhandlung, in der Oswald gearbeitet hat, ist alles ausgestellt, was mit dem Attentat in Zusammenhang steht. Viele Dokument und Fotos von damals, durch die man viel über den Ablauf der Geschehnisse erfährt. Der Platz, von dem aus Oswald auf Kennedy 3x schoß ist noch so, wie er damals war. Ein Versteck, gebildet durch Kartons. Alles ist sehr interessant, aber es erklärt einiges, aber wirft zugleich wieder Fragen auf. Ich möchte hier nicht näher darauf eingehen. Jeder der die Geschichte kennt und auch hier war, muss sich seine eigene Meinung bilden. Klar ist nur, das wirklich vieles ungeklärt ist und viele Fragen offen sind.
Wo es geschah
Nach dem Museumsbesuch gehen wir auf die Elmstreet zu jenen Stellen, wo die Kugeln Kennedy trafen. An den beiden Stellen hat man weiße Kreuze auf die Straße gemalt. Einmal die Stelle, wo er zum ersten Mal getroffen wurde und ein paar Meter weiter, die Stelle, an der die tödliche Kugel traf. Trotz der vielen Menschen, die hier tagtäglich herkommen, fand ich es doch berührend, nun das zu sehen, das ich als Kind mehr oder weniger von der Ferne mitbekommen habe. Man hat noch die Fernseh-Bilder im Kopf, in denen sich Jacky Kennedy über ihn beugt und dann von den Security - Leuten aus dem Autro gezerrt wird. Man mag zu diesem Attentat stehen wie man will, auf jeden Fall - und das habe ich hier gespürt - hat dieser Tag die Welt verändert. Wer mehr über die Abläufe des Attentats erfahren will, hier der Link zu einem detaillierten Bericht
Der Klyde Warren Park
Nach diesem, schon beeindruckenden Erlebnis, ist es an der Zeit, wieder in die Gegenwart zurückzukehren. Von der Elm Street sind es nur etwas knapp 1,5 km bis zum Klyde Warren Park. Heute ist Sonntag und wir wissen, das an diesem Tag viele Bürger der Stadt hier ihren Tag verbringen. Dieser erstreckt sich über eine Fläche von 5,5 ha mitten in Uptown Dallas. Rund um den Park reiht sich Food-Truck an Food-Truck. Es gibt fast nichts, was man hier nicht bekommen kann.
Der Park selbst lädt zu allen möglichen Aktivitäten ein. Es gibt eine überdachte Plattform für Yoga, einen Spielplatz, Brunnen und große Liegewiesen. Es gibt Open-Air-Konzerte und Filmabende. Für uns ist es an diesem Tag einfach ein Platz um auszuruhen. Nach einem guten Essen im Restaurant "Mi Cocina", direkt am Park, legen wir uns in die Wiese und genießen den herrlichen Tag. Allein das Beobachten der vielen Menschen ist ein Vergnügen.
Zurück ins Hotel
Es kann durchaus sein, dass wir ein bisschen geschlafen haben. Der Jetlag hat uns noch im Griff und daher beschlossen wir zurück ins Hotel zu fahren und uns an den Pool zu legen. Am Abend gingen wir zu Kenny´s Wood Fired Grill, gleich um die Ecke. Es war Zeit für das erste gute Steak.
Das JFK Memorial
Das erste Haus in Dallas
Von hier schoß Lee Harvey Oswald
Hier trafen die Kugeln JFK
Brunnen für Mernsch und Hund
Yoga Stunde im Klyde Warren Park

Das Museum auf der South Fork Ranch
Dallas Tag 2
Was wäre Dallas ohne den Besuch der wohl berühmtesten Ranch der Fernseh-Geschichte. Die Southfork Ranch aus der Serie "Dallas" steht heute auf dem Programm. Die Fahrt dorthin führt uns in eine noble Wohngegend im Norden der Stadt, etwas mehr als 30km von unserem Hotel entfernt. Vorbei an wunderschönen Villen und Landsitzen kommen wir zur Abzweigung N.Murphy Rd, wo nach einem Kilometer das bekannte Einfahrtstor zur Southfork Ranch ist. Zunächst muss man zum Visitor Center, wo man die Karten für die Führung kauft. TIPP: Bestellen Sie die Eintrittskarten vorab über uns, sonst kann es sein, dass Sie an Ihrem Wunschtag keine Karte bekommen.
Das Visitor Center mit dem Museum
Wir haben das so gemacht, daher konnten wir gleich zu unserem gebuchten Termin zuallerst ins Museum. In diesem kleinen Museum sieht man alles, was irgendwie mit der Serie in Zusammenhang steht. Requisiten, Kostüme, Drehbücher und viele, viele Fotos. Man schlendert durch die Schauräume und findet das eine und das andere Schmankerl. Aber im Grunde ist es nur die Vorberitung auf die Besichtigung der Ranch. Am Ende kommt man ins Freie zu einem Warteplatz, von wo man mit einem Traktor mit Änhänger abgeholt wird und zum sehr nahegelegenen Ewing Haus kutschiert wird. Auf die Frage eines Kindes an ihre Mutter, warum man das kurze Stück nicht gehen kann, kam die Antwort "Wir sind in Texas, da geht man nicht, da fährt man"
Die Ranch
Also fuhren wir dias kurze Stück zum Haus. Vorbei am Büro von EWING OIL, den "Gräbern" von Jock Ewing, Miss Ellie und JR. Beim Haus hieß es aussteigen und unsere Führerin brachte uns zunächst in einen Raum, wo Sie uns zunächst alles über die Serie erzählte. Wem die Ranch tatsächlich gehörte, wie es dazu kam, dass diese Ranch der Drehort wurde. Vor allem aber viel Geschichten und Anekdoten rund um die Dreharbeiten. Z.B, das Larry Hagman sehr viel trank und die Crew mit ihm mittrinken musste, dass der Pool mittels eines Spiegel vergrößert wurde, Bobby mit einem speziellen Geschirr angebunden wurde und es daher so aussah, wie wenn er jede Menge Längen schwimmen würde.
Die Führung
Dann ging es an die Besichtigung. Alle Räume waren die realen Drehorte, außer der Küche, wo sich die Ewings morgens alle trafen. Die wurde in Kalifornien in den Studios größer nachgebaut. Zuerst die Räume im Erdgeschoß, das "große" Esszimmer und dann hinauf in den ersten Stock. Das Zimmer von Lucie, das von Bobby und die Suite von Sue Ellen und JR mit einem pompösen Bad. Ein Raum gehörte nicht hierher, es war das Hotelzimmer, in dem JR erschossen wurde. Das wurde hier gedreht. Nach der Führung gingen wir beim Hinterausgang raus und von da konnte man das Gebäude so sehen, wie man es aus der Serie kennt.
Ein texanischer Bauernmarkt
Zurück ging es zu Fuß zum Auto und wir fuhren zum Nachbargrundstück. Da war, das haben wir schon vorher gesehen ein großer Sonntagsmarkt. Hier wurde alles angeboten, was in dieser Region produziert wurde. Es gab viel zu sehen, viel zu verkosten und nette Gespräche mit den Leuten hier. Ich bin immer wieder erstaunt und überrascht, wie freundlich und offen die Amerikaner sind, wenn man von den Großstädten absieht.
Eigentlich wollten wir noch nach Fort Worth, aber da die Schelchtwetterfront, die uns schon daheim angekündigt wurde, nun aufzog, beschlossen wir zurück ins Hotel zu fahren, den Rest des Tages gemütlich im Zimmer zu verbringen und nach einem Abendessen uns auf die morgige Abreise vorzubereiten
Hier geht es zur Ranch
Die Waffe, mit der man JR erschoß
Man geht nicht in Texas, man fährt
Hier sind sie begraben
Unsere mehr als amüsante Führerin
Das Zimmer von Lucie
Ganz schon kitschig
Die bekannte Ansicht der Ranch

Auch Oklahoma hat viel Erdöl
Auf nach Oklahoma
Heuet verlassen wir Dalls und fahren nach Norden in den Bundesstaat Oklahoma. Auf der I35 verlassen wir die Stadt fahren zunächst eine ganze Weile durch den Großraum Dallas. Schön langsam beginnt sich die Landschaft zu verändern. Es wird zusehends grüner und hügeliger. Leider ist das Wetter noch immer nicht besonders. Nach knapp einer Stunde überqueren wir die Grenze zu Oklahoma und kurz darauf taucht ein mehr als merkwürdiger Gebäudekomplex auf. Das wollten wir uns genauer ansehen und fuhren hin.
WinStar World Casino
Als wir hinkamen, sahen wir, das es das WinStar World Casino ist. Es ist das größte Spielcasino der Welt und ist im Besitz der Chickasaw Indianer. Aber es ist nicht nur das größte Casino, es ist sicher auch das abscheulichste der Welt. Vollkommen geschmacklos hat man hier ein weltberühmtes Gebäude an das andere angebaut, zu einem durch und durch hässlichen Komglomerat. So schließt das römische Colloseum direkt an den Dogenpalast an. Die britischen Houses of Parliament sind neben dem Madrider Prado usw. So wie sich der Amerikaner die weite Welt vorstellt. Uns war es auf jeden Fall nur ein paar Fotos wert.
Auf dem Weg nach Oklahoma City
Von hier sind es noch etwa 200 km bis nach Oklahoma City. Die Landschaft wird flacher und immer wieder sieht man Ölpumpstationen in der Landschaft. Ab und zu machen wir einen Abystecher runter von der Interstate, aber - es mag auch mit dem schlechten Wetter zusammenhängen - viel gibt es nicht zu sehen. Man sieht aber immer wieder Hinweise auf Indianerreservate. Hier in den Great Plains, zu denen Oklahoma gehört. gabe es mehrere große Stämme. der Name Oklahoma ist indianisch "Okla Homma" bedeudet nichts anders als "Roter Mann". Seminolen, Chickasaw, Cherokee und Comantschen waren hier beheimatet.
Oklahoma City
Gegen Mittag erreichen wir Oklahoma City. Als erstes halten wir in Bricktown. Früher waren hier Lagerhäuser, heute sind in die Ziegelbauten Lokale, Restaurants, Bar und Geschäfte. Dies alles wird vom Bricktown Kanal umgrenzt. Er soll so etwas ähnliches wie der Riverwalk in San Antonio sein. Wir spazieren durch dieses Vergnügungsviertel, besuchen ein Lokal, aber vom Hocker hat es uns nicht gerissen. Die Boote auf dem Kanal sind auch nicht die neuesten. Einzig der Minigolfplatz ist sensationell. Bergauf und bergab sind die Bahnen angelegt und mit tollen Hindernissen. Außerdem fängt es wieder zu regnen an und wir beschließen eine Stadtrundfahrt zu machen.
Stadtrundfahrt
Zunächst fuhren wir einfach kreuz und quer durch die Stadt bis wir zum Oklahoma State Capitol kamen. Das weitläufige Gelände, in dem das Capitol steht hat eine Besonderheit zu bieten. Der State Capitol Komplex ist das einzige State Capitol Gelände in den Vereinigten Staaten mit einem aktiven Öl-Bohrturm vor dem Gebäude. Oklahoma City ist sehr großzügig angelegt, breite Straßen und viel Platz. Nach einem kurzen Fotostopp stand der Besuch einer Gedenkstätte an. Eine Gedenkstätte für ein Attentat das 1965 die USA und die Welt erschütterte.
Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City
AM 19. April 1965 war ein mit Sprengstoff beladener LKW vor dem Murrah Federal Building explodiert. Das Gebäude wurde komplett zerstört und 168 Menschen kamen ums leben, davon 19 Kinder eines Kindergartens im 1. Stock. Die Kraft der Exposion beschädigte über 300 Gebäude und verletzte mehr als 800 Menschen. Mehr zu diesem furchbaren Anschlag finden Sie hier.
Der Besuch der Gedenkstätte ist schon berührend. Man betritt das Memorial durch die "Gates of Time". Am ersten Tor ist auf der Nordseite die Zeit 9.01 eingraviert. Der letzte Moment des Friedens. Auf der anderen steht 9.02, die Zeit der Explosion. Das zweite Tor zeigt 9.03, der Zeitpunkt, wo alles zerstört war, aber schon die Heilung der Wunden eingesetzt hat. Auf dem Gelände des ehemaligen Gebäudes stehen die "Empty Chairs". 168 leere Stühle und 19 kleine, symbolisch für die 168 Toten und die 19 Kinder, die ums Leben kamen.
Die Route 66
Nach diesem wirklich berührenden Erlebnis, beschlossen wir Oklahoma City zu verlassen - ursprünglich wollten wir hier nächtigen - und die Route 66 zu suchen und auf ihr weiter bis nach Elk City zu fahren. Als wir die 66 gefunden haben, geht es ab in Richtung Westen. Kurz nach Oklahoma City spannt sich die ca. 120 m lange "Pony Truss Bridge" bei Bridgeport mit 38 Stahlbögen über den South Canadian River. Die Landschaft ist komplett flach, wir sind mitten in den Great Plains. Früher weideten hier riesige Büffelherden, heute wird hier alles landwirtschaftlich genutzt. Nach 1 1/2 Stunden erreichen wir Elk City und quartieren uns im La Quinta Inn & Suites Elk City ein. Noch eine riesige Pizza im gegenüberliegenden Lokal "Roma" und ab ins Zimmer. Schei..wetter
Hübsch hässlich, würde Heinz Rühmann sagen
Meile für Meile in Richtung Oklahoma City
Der Bricktown Kanal
Der ist einfach senbsationell
Das Capitol mit dem Bohrturm
Ein echt berührende Gedenkstätte
Die Route 66 hat uns wieder
Elk City begrüßt uns

Das macht Hunger auf ein Steak
Is this the way to Amarillo
Hartnäckig hält sich das schlechte Wetter, aber der Regen ist vorbei und es soll besser werden. Nach dem Frühstück fahren wir zum Elk City Museum Complex. Hier sind einige Museen vereint. Wir schauen uns das Route 66 Museum und da Old Town Museum an. Das Route 66 Museum ist etwas enttäuschend. Es ist eher eine Hommage an die Menschen, die an der Route gelebt, gearbeitet und hier gefahren sind. Aber trotzdem einen Besuch wert.
Das Old Town Museum ist ein ganz kleines Freilichtmuseum. Man sieht hier Häuser aus alten Zeiten, wie sie in den kleinen Orten üblich waren. Einen Saloon, Geschäfte, Wohnhäuser usw. Ein netter kleiner Rundgang.
Auf nach Texas
Wir verlassen Elk City und nach einiger Zeit auch die Route 66, Wir wollen ein bisschen die Gegend abseits der Route und der Interstate erkunden. Beide verlaufen hier parallel zueinander. Bei Syre biegen wir ab und cruisen durch die vollkommen flache Gegend. Eigentlich ist es ziemlich öde. Aber dann sehen wir von weitem eine große Bison-Herde. Natürlich eingezäunt auf einer großen Weide, aber trotzdem ein imposanter Anblick. Sie kommen sogar neugierig zum Zaum, um uns näher zu betrachten.
Aber dann geben wir Erick ins Navi ein. Wir wollen uns eine Route 66 Roadside Attraction ansehen. Den vielgepriesenen "Sandhills Curiosity Shop". Als wir dann nach Erick kommen, stehen wir vor verschlossenen Türen. So wie es aussieht, ist er für immer geschlossen. Auch der Ort Erick ist trostlos. Fast alle Bewohner sind abgewandert, die meisten Gebäude stehen leer. Im Supermarkt können wir wenigstens unseren Proviant aufbessern.
Der Texas Panhandle
Kurz nach Erick, wir sind wieder auf der 66, erreichen wir die Grenze zu Texas. Dieser nördliche Teil wird auch Texas Panhandle - Pfannenstil genannt. Wir nehmen jetzt die Interstate, den die Route ist direkt neben der Interstate und man sieht dasselbe, nur schneller. In Shamrock sehen wir uns ein sehr bekanntes Wahrzeichen der Route 66 an, den Conoco Tower, eine ehemalige Tankstelle im Art Deco Stil. Das Drop-In Cafe ist geschlossen, lediglich ein Souvenier-Shop hat offen. Weiter geht es nach McLean, hier ist die historische "Phillips 66" Tankstelle.
Palo Duro Canyon
Schön langsam bessert sich das Wetter, zwischendurch scheint schon die Sonne und wir steuern unser nächstes Ziel an, den Palo Duro Canyon. Etwas südlich von Amarillo befindet sich dieser 2. größte Canyon der USA. Er ist 193 km lang und bis zu 37 km breit. Was ihn vom Crand Canyon unterscheidet, its, dass er nicht allzu tief ist. Die maximale Tiefe ist 244 m. Ein weiterer sehr großer Unterschied, den Palo Duro Canyon kann man mit dem Auto erkunden. Natürlich ist so ein kurzes Eintauchen in den Canyon mit dem Auto eher sehr touristisch, aber für einen längeren Aufenthalt haben wir keine Zeit. Daher muss eine Autotour reichen. Beeindruckend ist er aber auf jeden Fall, besonders weil man durch eine vollkommen flache Landschaft fährt und plötzlich steht man vor diesem Canyon.
Amarillo
Nach diesem trotz allem wunderschönen Erlebnis geht es direkt nach Amarillo. Wir haben uns im Comfort Inn & Suites in der Soncy Road ein Zimmer gebucht. Jetzt zunächst einmal frisch machen und dann die Stadt besichtigen. Amarillo entstand aus einem Eisenbahnlager. Da in der Region um die Stadt viel Vieh gezüchtet wurde,entwickelte sich Amarillo schnell zu einem wichtigen Verladebahnhof für Rinder. Durch Erdöl- und Erdgas-Funde wuchs die Stadt noch mehr. Heute leben hier 200.000 Menschen. Die Innenstadt unterscheidet sich nicht viel von anderen amerikanischen Städten. Man hat schnell alles gesehen. Da auch der Hunger schon groß war und die Vorfreude auch, war es Zeit zur größten Attraktion von Amarill zu fahren.
Das Big Texan Steak House
1960 wurde das Steak House eröffnet und wurde schon bald zu einer Institution an der Route 66. Hier werden die größten Steaks auf offenem Grill mitten im Restaurant zubereitet. Wie es ich für Amerika gehört, gibt es nicht nur das Restaurant, es gibt auch viel Spaß rundherum. Aber der große Aufhänger ist das berühmte 72 Unzen Steak. Wer diesen Riesenberg Fleisch samt Beilagen innerhalb einer Stunde wegisst, bekommt es gratis. Alles Wiisenswerte zu dieser Challenge finden Sie hier. Mein Steak war etwas kleiner, aber dafür war mir anschließend nicht schlecht, sondern ich war so richtig angenehm satt.
Route 66 Museum in Elk City
Das Old Town Museum
Wunderschöne Tiere
Der Sandhill Curiosity Shop
Die Conoco Tower Station
Der Palo Duro Canyon
Mein feines und gutes Steak
Hier wird gegrillt
Das gibt´s gratis, wenn...
Unser Hotel

Die Mitte der Route 66
Die Route 66 nach Albuquerque
Endlich wieder strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Frühstücken und ab auf die Route 66 bis zum ersten Highlight, der "Cadillac Ranch". Knapp 20km außerhalb von Amarillo stehen die buntbemalten Cadillacs in Reih und Glied fest in der Erde vergraben. Eigentlich werden die Vehikel nur mehr von den unzähligen Farbschichten zusammengehalten.
Wir treffen eine große Gruppe hollandische Biker, die die gesamte Route fahren. Alles sehr lockere Typen, ein paar stellen sich vor die Autos und beginnen laut und mit Begeisterung "Is this the way to Amarillo" zu singen. Noch ein paar Fotos und es geht weiter
Wir erreichen die Mitte
Von der Cadillac Ranch fahren wir auf die I40, den diese ist hier die Route 66. Nach ca. 60km fahren wir von der Interstae ab, den nun gibt es wieder ein Stück "Historic Route 66" Nach ein paar Kilometern ist es dann so weit. Wir erreichen den "Midpoint" der Route 66. Von hier sind es jeweils 1139 Meilen bis Chicago im Osten und Los Angeles im Westen. Hier treffen wir auch wieder auf die Niederländer. Leider wird das Midpoint Cafe gerade renoviert, daher kein Kaffee, sondern nur viele, viele Fotos.
New Mexico, wir kommen
Nach diesem Stopp fahren wir wieder auf die Interstate 40 und legen die letzten Kilometer bis zur Grenze zu New Mexico zurück. Kurz vor der Grenze fahren wir noch einmal von der I40 ab und auf der Route 66 2 km bis zur ehemaligen Grenzsstadt Glenrio. Diese liegt zur Hälfte in Texas und zur anderen in New Mexico. Früher war hier eine Eisenbahnhaltestelle, Tankstelle, Motels und mehr. Heute ist Glenrio eine Geisterstadt. Sie erlitt das gleiche Schicksal wie viele Städte an der Route 66. Mit der Eröffnung der I40 rollten die Autos am Ort vorbei und nach und nach verließen die Einwohner die Stadt. Zur Zeit sind gerade einmal 2 Häuser bewohnt, der Rest holt sich schön langsam die Natur zurück.
Tucumcari
Von Glenrio geht die alte Route 66 zwar weiter, aber sie ist zu einer unbefestigten Straße verkommen. Daher wieder auf die I40, über die Grenze und weiter bis zur Ausfahrt Tucumcari. Die 5-spurige Stadteinfahrt lässt Großes erhoffen, aber diese Hoffnung wird leider nicht erfüllt. Auch hier sieht man, was aus einer Stadt mit einst 2000 Hotelbetten durch die neue I40 geworden ist. Am Ortsrand viele verlassenen Häuser, dasselbe gilt für die Seitenstraßen. Aber im Ortskern kann man noch dein einstigen Glanz erkennen. Es gibt sie noch, die vielen Neonreklamen und Motels aus einer glorrreichen Zeilt.
Eine "Berühmtheit" ist das "Blue Swallow Motel", das seit 1935 Reisenden Unterkunft gewährt. Stilvoll renoviert ist es nach wie vor eine Attraktion auf der Route 66. Im Innenhof des Motels befinden sich die Zimmer, davor überall Sitzgelegenheiten und in den ehemaligen Garagen findet man tolle Wandmalereien, vorwiegend mit Motiven aus dem Film "Easy Rider".
Abkühlung ist angesagt
Langsam fahren wir die Hauptstraße entlang und sehen noch einige andere bekannte Motels, wie das "Motel Safar" oder das "Historic Route 66 Motel", aber am Ende der Stadt hat un die Tristesse wieder, Die alte Shell-Tankstelle und ein Food Mart, beides dem Verfall preisgegeben. Daher schnell wieder rauf aufs "Bandl" und weiter z um nächsten Highlight, dem 100km entfernten Santa Rosa. Hier gibt es ein blaues Juwel in mitten der Chihuahua - Wüste, das BLUE HOLE. Diese runde "See", er hat an der Oberfläche 24m im Durchmesser, ist ein Muss an der Route 66. Gespeist wird er von einer tiefen Quelle und das Blue Hole ist mit 7 andern unterirdischen Seen verbunden.
Die konstanten 17 Grad sind zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber der knapp 40 m tiefe artesiche Brunnen ist ein beliebter Tauchspot und auch zum Baden sehr gefragt. Auch ich habe mich in die "Fluten" gewagt. Bei 34 Grad Außentemperatur durchaus angenehm.
Der Santa Fe Loop
Nach dieser schönen Abkühlung geht es weiter in Richtung Westen. Wir nehmen wieder die I40, da man auf der Interstate dasselbe sieht, wie auf der parallel verlaufenden Route 66. Nach 30km verlassen wir die Interstate und fahren in Richtung Norden auf dem "Santa Fe Loop", der ursprünglichen Trasse der Route 66 nach Santa Fe. Es geht nun nordwärts nach Romeroville, einem kleinen Dorf an den Ausläufern der Rocky Mountains. Von hier geht es in einem Bogen um die Berge nach Pecos. Hier machen wir einen kurzen Abstecher zum Historical Park. Nun sind es nur mehr 40km bis nach Santa Fe, der Hauptstadt des Bundesstaates New Mexico.
Santa Fe
Santa Fe ist absolut unvergleichlich. Die Stadt wurde geprägt von den amerikanischen Ureinwohner, den Pueblo-Indianern. Später kamen spanische uns mexikanische Einflüsse hinzu. Dies alles sieht man an der Bauweise der Stadt. Santa Fe liegt im Norden von New Mexico mitten in den Rocky Mountains. Die Stadt wurde bereits im frühen 17. Jahrhundert gegründet und gehört damit zu den ältesten Städten in den USA. Zudem ist Santa Fe die älteste und mit 2.200 m über dem Meeresspiegel höchstgelegene Hauptstadt aller US-Bundesstaaten.
Kommt man nach Santa Fe sieht man lange nichts von der Stadt. Erst wenn man die I25 verlässt, führt die Straße bergab in das Zentrum von Santa Fe. Hier sieht man dann die außerordentliche Schönheit der Stadt. Alle Bauten sind im unverwechselbaren Pueblo-Stil erbaut. Dies ist von der Stadt vorgeschrieben, um den einzigartigen Charakter der Stadt zu bewahren. War die Stadt einst eine wichtige Stadt am Santa fee Trailo, ist sie heute ein Zentrum für Kunst und Kultur.
Ein Stadtbummel
Wir parken am Rande der Innenstadt. Es gibt genügend Parkplätze, allerdings leider kostenpflichtige Kurzparkzone. Grundsätzlich muss man sagen, dass man natürlich viel Zeit in dieser schönen Stadt verbringen kann. Einen Tag oder auch mehrere, es hängt ganz von Ihren Interssen ab. Wie begnügen uns mit einem kleine Bummel durch das recht überschaubare Zentrum. Die kleinen Gassen sind voll mit Geschäften, Galerien und Lokalen.
Das Zentrum ist die Santa Fe Plaza, einem Ort zum Verweilen. Ein kleiner Park in der Mitte und rund um Häuser im Pueblo-Stil. Dazu gehört auch der Gouverneurs-Palast. In einer Ecke steht der Stein, der das Ende des Santa Fe Trail kennzeichnet. Die Häuser rund um den Platz haben schönen Kolonadengänge mit wunderschönen Läden, wo man wirklich sehr schöne und vor allem echte Handwerkskunst erwerben kann. Allerdings zu sehr gehobenen Preisen.
Wie machen Pause in einer exzellenten Konditorei. "The French Pastry Shop" hat ein riesiges Angebot an Mehlspeisen und Kuchen, das das Herz jedes "Süßen" höherschlagen lässt.
Die Kathedrale
Von der Santa Fe Plaza sieht man hinunter zur Kathedrale von Santa Fe, die dem heiligen Franz von Assisi geweiht ist. Der neuromanische Bau wurde aus gelben Kalsteinblöcken erbaut, so das sie sich wunderschön in das Stadtbild einfügt. Sie ist auch Sitz des Erzbischofs des Bistums Santa Fe. Ein paar Schritte weiter steht die Loretto - Kapelle. Hier findet man ein Meisterwerk der Handwerkskunst. Eine gedrehte Treppe ohne Mittelstütze und ohne an der Wand befestigt zu sein. Zahlreiche Fachleute aus aller Welt haben die Treppe untersucht. Bisher konnte niemand erklären, warum sie nicht in sich zusammenfällt. Von hier haben wir nicht mehr weit zurück zu unserem Auto.
Albuquerque
Nach diesem eher kurzen Aufenthalt verlassen wir Santa Fe und nehmen wieder die I25. Wir wollen recht schnell zu unserem Tagesziel, der größten Stadt von New Mexico gelangen. Albuquerque ist das wirtschafliche Zentrum New Mexico´s und hat zwei vollkommen verschiedene Gesichter. Die moderne Stadt Albuquerque steht im krassen Gegensatz zur Altstadt. In der Altstadt stehen zahlreiche historische Lehmgebäude wie die San Felipe de Neri Kirche, 5 Museen und Geschäfte, die Kunsthandwerk der amerikanischen Ureinwohner verkaufen. Nach dem Check-In im Hotel La Quinta Albuquerque West, machen wir uns frisch und dann ab in die Altstadt.
Old Town Albuquerque
Zunächst fahren wir zum Rio Grande Nature Center Park, einem öffentlichen Park direkt am Ufer des Rio Grande. Dieser bekannte Fluss wird uns ab nun öfter begegnen. Aber jetzt geht es zur Old Town Plaza. Dieser kleine Platz ist das Herz von Albuquerque. Um diesen Platz und in den kleinen Seitengassen sieht man das spanischen Erbe. Hier geht man bummeln, trifft sich in den vielen Lokalen, hat die Auswahl an guten Restaurants und man ist weg von der Hektik der Stadt.
Nach einem ausgedehnten Bummel nehmen wir Platz im Antiquity Restaurant und genießen ein hervorragendes Abendessen.
Die Cadillac Ranch
Der Midpoint
Das Blue Swallow Motel
Glenrio
Blue Hole in Santa Rosa
Prärie auf dem Wdg nach Santa Fe
Santa Fe
in Santa Fe, ein Maharadscha mit Frau
Die Oldtown Plaza in Albuquerque

White Sands, New Mexico
Ab in den Süden
Wir haben beschlossen, nicht mehr weiter auf der Route 66 nach Westen zu fahren. Uns lockt der Süden von New Mexico. Vor allem aber auch, weil dieser Teil für mich noch Neuland bedeutet. Mit ein Grund, wenn nicht überhaupt ausschlaggebend sind die Bilder, die ich vom White Sands National Monument gesehen habe. Aber nicht nur die White Sands, auch viele andere Schönheiten New Mexicos werden wir auf dem heutigen Teilstück, das uns bis Las Cruces führt sehen.
Wir verlassen auf der I25 Albuqurque in Richtung Süden. Die Landschaft wird immer karger, kommen wir doch immer weiter in die Chihuahua- Wüste hinein. An einer Autobahn-Raststätte halten wir, um zu tanken und ein bisschen, die Landschaft zu genießen. Da kommt uns eine entzückende und wohlgenährte Katze entgegen. Der Tankwart erklärt uns auf die Frage, was die hier macht, dass sie wohl von einem Camper vergessen wurde. Also kümmert er sich um sie und mittlerweile ist sie das Maskottchen der Raststastion.
In der Chihuahua
Bei San Antonio fahren wir von der Interstate ab und fahren in Richtung Carrizozo. Kurz nach San Antonio queren wir den Rio Grande, der hier eher noch ein Rio Piccolo ist. Die nächsten 100km sind einfach überwältigend. Kerzengerade verläuft die Strasse durch die Wüste. Weit und breit keine Ortschaft, nur ab und zu sieht man an einer Abzweigung einen Briefkasten, der davon zeugt, dass hier doch Menschen wohnen. Auch der Verkehr ist mehr als dürftig. Die meiste Zeit sind wir allein auf weiter Flur. Die angekündigte Ortschaft Bingham erweist sich als kleine Rastsation, bei der man allerdings wunderschöne Mineralien aus der Gegend kaufen kann.
Valley of Fires
Nach Bingham steigt die Strasse an und es geht hinauf auf über 2.000m. Die Landschaft ist atemberaubend schön. Immer wieder halten wir an, um dies alles zu genießen. Die Landschaft, das wunderschöne Licht und die Ruhe. In Etappen geht es nun rauf und runter und langsam nähern wir uns dem ersten Highlight des Tages, der Valley of Fires Recreation Area. Vor 5000 Jahren trat aus dem Little Black Peak Lava aus und ergoss sich in das Tularosa - Becken. Heute ist dieses einzigartige Gebiet ein Erholungsgebiet, mit Campingplätzen, schönen Wanderwegen und ideal Naturliebhaber.
Wir parken zunächst am Hauptparkplatz, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Wir erklimmen einen kleinen Hügel, von wo man einen herrliche Ausblick über diese wilde Lava-Landschaft hat. Etwas irritierend sind die vielen Schilder mit dem Hinweis "Beware of the Rattle Snacks". Da hilft nur fest auftreten, da nehmen sie reißaus - sagt man. Aber trotz dieser kargen und wilden Landschaft, gibt es eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. Anschließend fahren wir den 1,2km langen Loop durch das Tal. Hier findet man tolle Stellplätze mit saubersten Toiletten. Bezahlt iwrd mittels QR-Code per Handy.
Alamogordo und die White Sands
Vom Valley of Fires ist es nicht weit bis Carrizozo, der ersten größeren Ortschaft seit San Antonio. Nach der langen "Einsamkeit" erschein der Ort wie eine pulsierende Großstadt. Wir machen hier kurz halt um uns mit Obst und Getränken einzudecken und fahren dann auf der US54 weiter in Richtung Alamogordo. Auf diesen 90km passieren wir einige kleine Orte und nahc einer knappen Stunde kommen wir nach Alamogordo. In dieser Stadt leben etwas mehr als 30.000 Menschen. Bekannt wurde dies Stadt als hier in der Nähe am 16. Juli 1945 mit der Trinity-Bombe die erste Kernwaffe gezündet wurde.
Weitaus interessanter und vor allem schöner ist das ca. 10 Minuten entfernte White Sands National Monument. Dieses auf der Welt einzigartige Sandmeer ist ein absolutes Wunder der Natur und einfach nur unbeschreiblich schön. Ich muss zugeben, dass, obwohl ich schon sehr viel auf dieser Welt gesehen habe, mir vor Staunen der Mund offen blieb. Dieser weiße Sand besteht zu 100% aus Gips, der durch Erosion zu feinstem Staub zermahlen wurde. Eine unbeschreibliche Dünenlandschaft öffnet sich dem Besucher, wenn er in den Park hineinfährt. Manche dieser Dünen wandern fast 9m pro Jahr.
Im Park gibt es einige Plätze, an denen man sein Auto abstellen kann und in diese fantastische Wüste hineingehen kann. Sonnengeschütze Picknick-Plätze, Toiletten, alles da. Trotz dieser leblos wirkenden Sandwüste gibt es hier ein reiches Leben, sowohl an Tieren, als auch an Pflanzen. Im Besucherzentrum kann man auch diverse Führungen mit speziell ausgebildeten Guides buchen.
Las Cruces
Nach diesem wunderschönen Erlebnis haben wir noch ca. 80km bis zu unserem heutigen Ziel, der zweitgrößten Stadt von New Mexico, Las Cruces. Die Stadt hat 100.000 Einwohner und eine sehenswerte Altstadt, der Basilica de San Albino. Wir checken aber gleich in unserem Hotel, dem Best Western Mission Inn ein und genießen die Abkühlung am Pool nach diesem wunderschönen, aber auch heißen Tag.
Das Maskottchen der Raststation
Der Rio Grande
In der Chihuahua - Wüste
Alles blüht
Das Lavafeld des Valley of Fires
Einfahrt in die White Sands
Die White Sands
Meine Wenigkeit in den White Sands
Eine Wanderdüne
Ab in den Pool

Der Guadalupe Mountain National Park
Ein Abstecher nach Texas und dann nach Carlsbad
Nach einer angenehmen Abend in Las Cruces und einem guten Frühstück im Hotel brechen wir auf und es geht zur Grenze nach Mexico, nach El Paso. Auf der Hälfte der gut 75km langen Strecke kommen wir wieder nach Texas und bald darauf nach El Paso. Zusammen mit der Schwesterstadt auf der anderen Seite der Granze und des Rio Grande, Ciudad Juarez, leben hier ca. 2 Mio Menschen. Für die Wirtschaft ist El Paso einer der wichtigsten Grenzübergänge nach Mexico.
Wir machen nur einen kurzen Abstecher in die Stadt, viel an Sehenswürdigkieten hat die Stadt nicht zu bieten. Die Attraktionen von El Paso sind alle mehr oder minder außerhalb der Stadt, wie Franklin Mountain State Park oder der Wyler Aerial Tramway State Park. Nach einer Stadtrundfahrt wollen wir aber zu einer etwas kuriosen Attraktion der Stadt, der Casa de Acuzar, oder auch House of Sugar genannt. Rufino Loya, ein pensionierter Levi Strauss-Mitarbeiter aus El Paso versprach seiner Frau, ihr etwas Schönes zu bauen, und das Ergebnis ist eine unglaublich detailreiche Reihe von Zementdekorationen rund um sein Haus, das den Namen Casa de Azucar oder Zuckerhaus erhielt.
Salt Bassin Dunes
Nach einem eher kurzen Aufenthalt bei dieser "Attraktion" verlassen wir El Paso in westlicher Richtung. Von hier bis Carlsbad sind es etwa 270km. Eigentlich nicht viel, aber es erwarten uns einige wirkliche Attraktionen. Kurz nach El Paso geht es wieder tief hinein ins ehemalige Apachengebiet. Die US62 führt uns wieder ins Gebirge. Immer einsamer und öder wird die Landschaft. Kilometerlang geht es kerzengerade dahin. Links und rechts nur Steppe. Nach 690 km kommen wir an einem Kuriosum des amerikanischen Postverkehrs vorbei. Gleich neben der Straße ist ein sogenannter "Aviation Navigation Arrow". Diese Navigationspfeile für die ersten Postflugzeuge, die sich noch an Bodenmarkierungen orientieren, findet man noch vereinzelt auf dem gesamten US - Gebiet.
Ein paar Kilometer weiter beginnen dann die Salt Bassin Dunes. Hier in den Guadalupe Mountains ist gerade so etwas wie die White Sands im Entstehen. Die Entwicklung begann vor etwa 26 Mio Jahren. Auc hier bildete sich durch eine Erdverwerfung ein Becken, in das die Flüsse hinein flossen und da sie keinen Abfluß hatten, bildete sich ein Salzsee. Als das Klima trockener wurde, verdunstete das Wasser und die Salz- und Gips- Körner begannen zu feinstem Sand zu werden. Auch hier gibt es bereits Sanddünen, aber es wird noch dauern, bis es wie in den White Sands aussieht. Das schöne hier ist, dass man in dieser weiten und stillen Landschaft allein ist, sich hinsetzen kann und darüber nachzudenken, was wir Menschen im Vergleich zur Natur sind.
Guadalupe Mountain National Park
Gleich nach den Sand Dunes führt uns die Strasse hinein in die Berge und mitten hinein in den Guadalupe Mountain Nationalpark. Dieser 1972 gegründete Park ist ein Wanderparadies ersten Ranges. Viele wirklöich gut ausgebaute und beschilderte Wanderwege führen durch den Park. Bis zum Gipfel des 2.667m hohen Guadalupe Peak führen die Wege. Dieser Berg ist gleichzeitig der höchste Berg von Texas.
Wir belassen es bei einem Besuch des Visitor Center und einer kleinen Wanderung auf einem schönen und gut ausgeschilderten Rundweg rund um das Visitor Center. Auch auf dieser kurzen Runde kann man die wunderschöne Flora und ein bisschen von der artenreichen Fauna bewundern.
Carlsbad Caverns
Von hier erreicht man nach 30km wieder die Grenze zu New Mexico und nach weiteren knapp 30km die Carlsbad Caverns. Biegt man in den Carlsberg Caverns Highway ein, ist man zunächst in Whites City. Eigentlich nicht mehr als eine große Raststätte. Tankstelle, 2 Lokale, ein große Giftshop und ein Motel. Von hier sind es noch 11km bis zum Visitor Center. Die Fahrt dorthin ist wunderschön. Vom Visitor Center kann man per Lift in die riesigen Tropsteinhöhlen hinab fahren. 79 Stockwerke geht es in die Tiefe. Die sportliche nehmen die 2km lange Natural Entrance- Road, die sich 229m naxh unten schlängelt. Die Besichtigung der fantastischen Höhle ist nicht schwer. Für den 1,6km langen Rundweg benötigt man ca. 90min.
Carlsbad
Nach diesem unteridischen Abenteuer fahren wir die 30km bis nach Carlsberg und beschließen vor dem Check-In in unser Hotel noch den Living Zoo & Desert Gardens zu besichtigen. Dieser liegt auf einem Hügel am Stadtrand und ist, wie wir sehen, nicht besonders frequentiert. Der Eintritt kostet 5,- USD. Wir schlendern durch den schön angelegten Garten. Man sieht alles, was hier in der Chihuahua - Wüste gedeiht. Weniger begeisert sind wir von der Haltung der Tiere. In viel zu kleinen Gehegen fristen sie dahin. Natürlich hat das den Vorteil, dass man die Tiere sieht, aber uns tun sie leid und wir verlassen relativ rasch das Gelände.
Mit ein Grund ist auch, dass wir in unserem Hote, dem Fairfield Inn & Suites uns von der Hitze des Tages am Pool abkühlen möchten.
Das skurille Casa di Sucre
Ein Aviatio Navigation Pfeil
Das werden einmal die White Sand von Texas
Blick auf den El Capitan im Guadalupe Mountain NP
Der Eingang zum Guadalupe Mountain NP
Ein kleiner Rundgang
Hier geht es in die Höhlen
Der Große Raum
Abkühlung nach einem heißen Tag

Willkommen in Pecos
Nach Pecos und zum Big Bend National Park
Nach einem erholsamen Aufenthalt geht es heute in den Süden zurück nach Texas. Bis zur texanischen Grenze sind es 140 km und die Landschaft ist mehr oder weniger öd. Das wir im Land des Öl´s sind sieht man an den vielen Ölpumpen links und rechts der Strasse. Ab der texanischen Grenze ändert sich ... nichts. Außer dass die Ölpumpstationen mehr werden und der LKW - Verkehr mit Bohrgestänge und Tanklastzügen immer mehr zunimmt. Kerzengerade führt die US 285 immer weiter in den Süden.
Aber auch die längste Gerade und die ödeste Landschaft haben einmal ein Ende und wir nähern uns unserem ersten Ziel, der Stadt Pecos.
Pecos
Pecos liegt am Ufer des gleichnamigen Flusses und wurde 1881 gegründet, als die Texas and Pacific Railroad hier einen Bahnhof errichtete, um hier Rinder zu verladen. Berühmheit erlangte die Stadt durch die fiktive Figur des Pecos Bill, aber vor allem als "Heimat des ersten Rodeos der Welt". Angeblich fand am 4. Juli 1883 hier das erste Rodeo statt. Heute ist Pecos mit seinen ca. 12.000 EW durch die vielen Ölförderstätten in der Umgebung eine lebendige Stadt, allerdings keine besonders schöne.
West of Pecos Museum
Unser erstes Ziel in Pecos ist gleich am Beginn der Stadt, das "West of Pecos Museum". Vor dem Museum stehen die übergroßen Cowboy - Stiefel von Pecos Bill. Die erste angenehme Überraschung ist, dass der Eintritt frei ist. Das Museum umfasst drei Stockwerke und zeigt Artefakte aus der Zeit des "Wilden Westens", aber auch komplette Nachbildungen von Schulklassen, Arztpraxen, Fotoateliers usw. aus dieser Zeit. Wir bummeln durch die einzelnen Räume und sehen viel Interessantes, Kurioses und Alltägliches. Zum Museum gehört auch der daneben befindliche Saloon "Number 11", in dem dich ein mechanischer Barkeeper freundlich begrüßt. Der 1896 erbaute Saloon ist noch im Originalzustand.
Nach dem Museums - Besuch erkunden wir die dazugehörige Umgebung des Museums, die um nichts weniger interessant ist. Um einen schönen Platz stehen mehrere sehenswerte Dinge. Das Mesquite - House, das älteste Haus von Pecos und daneben eine Nachbildung des Saloons des selbsternannten Friedensrichters Roy Bean, dem Gesetz westlich des Pecos. Der Original - Saloon "The Jersey Lill" befindet sich in Langtry, fast 500km von Pecos entfernt. Mehr zu diesem Original, wenn wir in Langtry sind.
Ein Hi9ghlight ist auch das Grab des berühmten Revolverhelden Clay Allison. Sehr treffend ist die Inschrift auf seinem Grabstein "He never killed a man that did not need killing" also "er tötete nie einen Mann, der es nicht verdient hat". Gestorben ist er nicht durch eine Kugel, sondern durch einen banalen Kutschenunfall.
Buck Jackson Rodeo Arena
Nach diesem Ausflug in die Vergangenheit war der nächste Stopp die Rodeo Arena von Pecos, benannt nach dem berühmten Rodeo - Ansager Buck Jackson. Wir parken und gehen zur Arena. Alles ist offen, wir können uns alles in aller Ruhe ansehen. Es ist ein schöne Anlage und schon interessant auch einmal mitten in der Arena zustehen. Wir bummeln ein bisschen herum, aber dann reicht es.
Fort Davis
Wir machen uns auf den Weg nach Alpine, dem heutigen Ziel. Für uns der Auagangspunkt zum Big Bend Nationalpark. Von Pecos sond es noch 160 km bis Alpine. Zunächst ist die Landschaft genauso öd wie bisher, aber nach etwa 70km beginnt sich die Landschaft zu ändern. Schön langsam tauchen die Berge vor uns auf und die Route wird immer abwechslungsreicher und interessanter. Nach weiteren 50km kommen wir zum Fort Davis, einer National Historic Site. Es ist eines der besten Beispiele eines militärischen Grenzpostens aus der Zeit der Indianerkriege im Südwesten, schützte Auswanderer und den Transport auf dem Chihuahua Trail. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Alpine und Terlingua Ghost Town
Von Fort Davis sind es gerade einmal etwas mehr als 40km bis Alpine und da es noch relativ früh ist, beschließen wir bis weiterzufahren und zwar bis zur Geisterstadt Teligua. Hier gibt es einige wirklich tolle Unterbringungsmöglichkeiten. Villen, Casitas und sogenannte Bubbles. Das sind kugelrunde Zelte mit einer Klarsicht - Kuppel. Komplett ausgestattet mit Klimaanlage, WiFi und Bad und WC. Sie sind nicht gerade billig, aber dieses Erlebnis ist es uns wert.
Wir kommen am späten Nachmittag bei der Bubble X5 an und nach dem Einchecken und Frischmachen fahren wir zu DB´s Rustic Iron BBQ, einem absolut urigen Lokal. Die Tische stehen in einem überdachten "Gastgarten" und der Meister grillt am offenen Feuer. Wir bestellen gegrillte Spareribs und die waren einfach umwerfend. Auch die Stimmung hier ist wirklich einzig, die Leute locker und der "Schmäh" rennt.
Bubble X5
Lange halten wir uns aber nicht auf, denn wir wollen unsere Bubble genießen. Bevor wir schlafen gehen, nehmen wir noch einen Schlummerdrunk vor der Bubble. Aber dann legen wir uns ins Bett und und machen das Licht aus. Der Anblick ist einfach überwältigend. Über uns leuchten Millarden von Sternen, die Milchstrasse steht direkt über uns, Wir haben selten so etwas Schönes gesehen. Wir liegen einfach nur da und staunen.
Vor der Bubble
So leuchtet die Bubble bei Nacht....
....und so der Sternenhimmel über uns.
Wer eine unvergessliche Nacht verbringen will, der muss hier eine oder mehrere Nächte verbringen. Es ist unvergesslich.
Viel Öl in dieser Gegend
Die Stiefel von Pecos Bill
Der "echte" Pecos Bill
Der Saloon des Roy Bean
Fort Davis
Der Friedhof von Terlingua Ghost Town
Man ist hier sehr gut

Der Rio Grande
Der Big Bend Nationalpark
Nach einer wirklich tollen Nacht steht heute ein weiteres Highlight unserer Reise auf dem Programm, der Big Bend Nationalpark. Der Big-Bend-Nationalpark ist einer der artenreichsten Nationalparks Nordamerikas und entzückt durch seine atemberaubenden Landschaften. Er befindet sich an der Grenze zu Mexico und ist einer der am wenigsten besuchten Nationalparsk der USA. Viele sagen, Gott sei Dank und dem stimme ich zu. Hier sind nie so viele Menschen wie in anderen bekannten Nationalparks.
Der Big - Bend ist eine Kombination aus Wüste, Gebirge und dem mächtigen Rio Grande. Der Name Big - Bend leitet sich von der "großen Schleife" des Rio Grande ab. Er ist Teil der Chihuahua - Wüste. Im Park gibt es diverse Landschaftsformen, die prägendste aber ist die Wüste. Hier dominieren Yuccas, Kakteen und niedrige Büsche das Bild, in der Savanne, die ebenfalls zum Big-Bend gehört, wachsen überwiegend Gräser. Der andere Teil des Parks ist das Chisos Gebirge. Naturliebhabern stehen hier Wanderwege mit einer Gesamtlänge von über 200 km zur Verfügung
Ross Mexwell Scenic Drive
Von Terlingua fahren wir in Richtung Osten . Vorbei am Nationalaprk Sign kommrn wir nach 27km zur Abzweigung des "Ross Maxwell Scenic Drive". Auf einer 58km alsphaltierten Strasse führt dieser Scenic Drive zu einigen Stopps und wunderschönen Aussichtspunkten. Die ehemalige Sam Nails Ranch ist heute Unterschlupf für viel Wüstentiere. Eine Windmühle pumpt noch immer Wasser und zieht eine interessante Vogelvielfalt an.
Vom "Sotol-Vista" Aussichtspunkt hat man einen herrlichen Ausblick auf die gesamte Westseite des Parks. Besonders ist der "Mule Ears" Aussichtspunkt. Der Blick auf eine Felsformation, die wie Eselsohren aussieht ist wirklich schön. Von hier kommt man zur "Tuff-Schlucht", die man auch begehen kann und dann zum "Historischen Viertel Castolon". Früher war das einmal ein Kavallerielager und heute gibt es hier ein Besucher-Zentrum mit Campingplatz.
Am Ende des Scenic Drive´s kommt man zur "Santa Elena Schlucht". Hier hat sich der Rio Grande 450m tief in den Fels eingeschnitten. Die gegenüberliegende Seite gehört zu Mexico. Der Blick hinab in die Schlucht ist wirklich beeindruckend. Ein besonderes Erlebnis ist natürlich eine Flossfahrt durch diese Schlucht.
Chisos Basin
Zurück auf der Hauptstrasse durch den Park fahren wir weiter zum Chisos Basin Visitor Center. Dieses Center ist Ausgangspunkt für Wanderungen in die Chisos Berge. Ein Campground, Wasserfüll-Station, Trinkwasser-Versorgung und viele Infos sind hier vorhanden. Von hier kann man auch den 500m langen "Window View Trail" begehen. Es ist ein gemütlicher Spaziergang mit einem traumhaften Ausblick. Auch wir nutzen diesen schönen Weg, um die Schönheit dieses Parks zu genießen. Auf einer der Bänke machen wir Rast und genehmigen uns eine ordentliche Mahlzeit.
Big Panther Junction und Fossil Discovery Exhibit
Nach diesem angenehmen Rundgang und einer ordentlichen Jause fahren wir zum Panther Junction Visitor Center. Dies ist das erste Visitor Center, wenn man vom Osten in den Park hineinfährt. Hier ist auch eine Tankstelle, wo man auch etwas kaufen kann. Von hier führt auch eine Stichstrasse zum Rio Grande Overlook. Wir allerdings verlassen nun den Big Bend National Park und fahren in Richtung Marathon, unserem heutigen Tagesziel.
Unterwegs machen wir noch Halt im Fossil Discovery Exhibit, einem Ort, an dem man sehen kann, welche Fossilien hier entdeckt wurden. Saurier und Flugechsen wurden hier im Big Bend in großer Anzahl gefunden. Einige davon kann man hier besichtigen.
Marathon
Von hier sind es jetzt noch knapp 100km bis nach Marathon. Dieser Ort ist durch seine eigene Quelle, der Pena Colorado Springs, seit Jahrtausenden ein bedeutender Punkt in der Chihuahua - Wüste. Um diese Quelle wurde immer wieder gekämpft, vor allem während er Indianerkriege. Nachdem die Apachen besiegt waren, wurde die Stadt zum Zentrum der Rinder- und Schafzucht.
Mitten im Ort ist das legendäre Gage Hotel, in dem wir diese Nacht verbringen werden. Das restaurierte Hotel im Missionsstil verfügt über 14 neu renovierte Gästezimmer, vier im Erdgeschoss und zehn im ersten Stock. Es ist wahrlich ein Prinkstück. Ein wunderschöner und gepflegter Garten, ein herrlicher Pool, ein Cafe mit gutem Kaffee aus einer italienischen Espresso-Maschine und sensationellen Zimmern im tradiotionellen Stil der früheren Epoche. Die Preise sind zwar etwas gehoben, aber es ist es auf jeden Fall wert.
Nach einem tollen Essen im dazugehörigen 12 Gage Restaurant genießen wir noch den Abend auf dem Balkon unseres Zimmers. Morgen endet unsere Reise in San Antonio, wo für mich auf der IPW, der größten US-Tourismus Messe, die Arbeit, aber auch das Vergnügen, beginnt.
Der Big Bend National Park
Santa Elena Schlucht
Ein Blick vom Chisos Basin auf die Chisos Berge
Das "Window" auf dem Windows View Trail
Das Panther Junction Visistor Center
Im Fossil Discovery Exhibit
Das Ortsschild von Marathon
Das Gage Hotel
Innehof im Gage Hotel

Ankunft in San Antonio
Nach San Antonio
Heute haben wir eine ordentliche Strecke vor uns. Bis San Antonio sind es fast 600km. Wir wählen daher die schnellere Route über die I 10. Trotzdem gibt es noch einige Orte, die wir uns noch anschauen wollen. Alles nur kleine Abtstecher von der Interstate. Auf jeden Fall möchte ich nicht zu spät in meinem Hotel ankommen, den ich möchte mir noch heute meine Akkreditierung für die IPW abholen. Dann hätten wir noch Zeit am morgigen Tag San Antonio zu erkunden.
Eigentlich wollten wir noch nach Langtry fahren, um den Original-Saloon des Friedensrichters Roy Bean zu besichtigen, aber da die Zeit schon knapp ist und wir in Pecos den Nachbau geshen haben
Das Ende des "Wilden Westens"
Wir verlassen Marathon in Richtung Norden und fahren durch eine typische Prärie-Landschaft ca. 100 km bis Fort Stockton. Hier fahren wir auf die I 10 auf und nun geht es auf einer wunderschön ausgebauten Autobahn immer gegen Osten. Nach weiterenn 100 km verlassen wir die Interstate und fahren bis nach Sheffield. Der Ort hat nicht viel zu bieten, aber er liegt auf der Strecke zum "Fort Lancaster". An der Ortseinafhrt sehen wir den Wegweiser zum Friedhof. Wir biegen ab und machen einen Stopp, um uns diesen anzusehen.
Der Friedhof ist wirklich sehenswert. Wenn man hineingeht, sieht man auf der linken Seite die Gräber der Mexikaner. Allesamt bunt geschmückt, mit Blumen, Bändern, vielen Bildern und Gestecken. Alles schön bunt und haltbar, da künstlich. Auf der rechten Seite findet man die Gräber der Texaner. Nüchtern, kahl und triest. Da kommt schon die Frage auf, was schöner ist.
Ein mexikanisches Grab
... und ein texanisches Grab
Nach diesem kurzen Abstecher geht es weiter und ein paar Kilometer nach Sheffield verlassen wir nun den Wilden Westen. Wir überqueren den Rio Pecos. Hieß es doch früher "Westlich des Pecos gibt es kein Gesetz". Nun stehen wir also an diesem berühmten Fluss und spazieren zu Fuss vom Wilden Westen in die Zivilisation. Ein Gefühl der Sicherheit überkommt uns, wäre da nicht das Problem, dass ich moch einmal meinen Fuß in die gestzlose Wildnis setzen muss - ich muss ja mein Auto nachholen.
Fort Lancaster
In der Zivilisation angekommen sind es jetzt noch 9 km bis zum historischen Fort Lancaster. Dieses Fort in einer der entlegendsten Regionen von Texas wurde 1855 an der Straße von San Antonio nach El Paso gegründet. Es sollte den Reisenden Schutz gewähren. 1868 wurde es allerdings aufgegeben. Früher standen hier 25 feste Gebäude und 72 Soldaten und 4 Offiziere hielten die Stellung.
Heute ist es noch immer ein einsamer Posten, den der Angestellte freute sich sichtlich, dass wir dieser historischen Stätte einen Besuch abstatteten. Heute ist vom Fort nicht mehr als ein paar Grundmauern übrig, aber um diese zu besichtigen, bekommt man ein Golfwagerl.
Auf nach San Antonio
Es war ein kurzer Stopp und jetzt war es an der Zeit auf die I10 zu kommen. Einen Halt machten wir noch, den 5km nach dem Fort ist auf einem Berg ein Aussichtspunkt, von dem aus man einen schönen Blick zurück auf das Fort. Aber dann rauf auf die Interstate und die restlichen 350km bis San Antonio in einem durch. Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Ziel und checken in Hilton Palacio del Rio ein.
Der Rio Pecos ist erreicht
Der Rio Pecos, die Grenze zum Wilden Westen
So sah das Fort Lancaster früher aus...
.... und das blieb übrig
In San Antonio angekommen
Check-In im Hotel

... und ein texanisches Grab

Das war unsere Tour
Ein Traumhafter Roadtrip
Was kann man über diese wunderschöne Tour sagen? Wir haben diese Tour in 10 Tagen gemacht. Das ist natürlich viel zu wenig. Aber bei uns war ja das Kennenlernen von neuen Route, Orten und Sehenswürdigkeiten ausschlaggebend. Damit Sie davon profitieren können. Sollten Sie diesen Roadtrip machen wollen, rate ich Ihnen mindesten 2-3 Wochen einzuplanen. Hängt davon ab, ob Sie einige Highlights der Tour genauer besichtigen möchten.
Hier nun ein paar Zahlen:
- insgesamt sind es etwas mehr als 3.500km
- Sie durchqueren 3 Bundesstaaten. Texas, Oklahoma und New Mexico
- Knapp 1.000km fahren Sie auf der Route 66
- Sie fahren durch fruchtbares Ackerland und weite, endlose Prärie. Die Chihuahua-Wüste erleben Sie mit einer faszinierenden Vielfalt
- Durchqueren die Gebiete der Komantschen, Cheyenne und der Apachen
- 2 Hauptstädte, Oklahoma City und Santa Fe
- viele wunderbare Landschaften und mit den White Sands eine der faszinierendsten Wüsten der Welt.